Tarot: Bedeutung, Geschichte und Aufbau des Tarotdecks einfach erklärt
Manchmal zieht dich ein Bild an, noch bevor du weißt, warum. Eine Gestalt am Wegesrand, ein Stern über dunklem Wasser, ein Turm im Gewitter. Genau darin liegt für viele Menschen der Zauber des Tarots: Die Karten sprechen in Symbolen, und diese Symbole berühren etwas in dir.

In diesem Lexikonbeitrag nehmen wir dich an die Hand. Du erfährst, was Tarot bedeutet, woher die Karten stammen, wie ein Tarotdeck aufgebaut ist und wie du Tarot als Spiegel für deine eigenen Fragen verstehen kannst – verständlich, ohne Fachchinesisch und ohne Druck.
Was bedeutet Tarot?
Tarot ist ein Kartensystem mit bildhaften Motiven, das traditionell zum Kartenlegen, zur Selbstreflexion und zur spirituellen Orientierung genutzt wird. Jede Karte trägt eine eigene Symbolsprache: Figuren, Farben, Gesten, Landschaften. Beim Legen werden mehrere Karten gezogen und in Beziehung zueinander gedeutet.
Wichtig zu wissen: Tarot ist kein Garant für feste Antworten. Viele Menschen erleben die Karten eher als Einladung zum Hinspüren. Sie lenken den Blick auf Gefühle, Themen und Möglichkeiten, die vielleicht schon in dir da sind. Die Deutung ist immer symbolisch und überliefert – nicht mehr und nicht weniger.
Eine kurze Geschichte des Tarots
Über die genaue Entstehung des Tarots gibt es unterschiedliche Erzählungen. Überliefert ist, dass die Karten ihren Ursprung in Italien haben und zunächst als Kartenspiel genutzt wurden. Erst später wurden die Bilder zunehmend symbolisch gelesen und mit spirituellen und esoterischen Ideen verbunden.
Im Laufe der Zeit sind viele verschiedene Decks entstanden, die dieselbe Grundstruktur auf ihre eigene Weise bebildern. Zwei bekannte Traditionen kannst du bei uns im Lexikon näher kennenlernen:
- Rider-Waite-Tarot – bekannt für seine bildhaften Szenen auch auf den Zahlenkarten
- Crowley-Tarot (Thoth-Tarot) – mit einer eigenen, tiefgründigen Symbolik
Welches Deck sich für dich stimmig anfühlt, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Manche Menschen mögen klare Szenen, andere fühlen sich von abstrakteren Bildern angesprochen.
Der Aufbau des Tarotdecks im Überblick
Ein klassisches Tarotdeck besteht aus 78 Karten. Sie teilen sich in zwei große Bereiche: die Großen Arkana und die Kleinen Arkana. Das Wort „Arkana“ bedeutet sinngemäß „Geheimnisse“ – mehr dazu findest du im Lexikonbeitrag zum Arcanum.
Die Großen Arkana: Wegmarken der Seele
Die 22 Karten der Großen Arkana gelten als die großen Themen des Lebens. Sie tragen Namen wie Der Narr, Der Magier, Die Hohepriesterin, Die Liebenden, Der Tod, Der Turm, Der Stern oder Die Welt.
Traditionell werden sie als Reise gelesen: Der Narr steht am Anfang, offen und unbekümmert, und begegnet auf seinem Weg vielen Figuren und Erfahrungen. Jede Karte steht symbolisch für eine Station – für Aufbruch, Entscheidung, Krise, Hoffnung oder Vollendung. Wenn eine Große Arkana in einer Legung erscheint, wird sie oft als Hinweis auf ein Thema gedeutet, das dir besonders am Herzen liegt oder dich gerade bewegt.
Die Kleinen Arkana: Das Leben im Alltag
Die 56 Karten der Kleinen Arkana erzählen von den alltäglichen Erfahrungen: von Beziehungen, Arbeit, Gedanken, Gefühlen und Entscheidungen. Sie sind in vier Farben gegliedert, und jede Farbe hat ihren eigenen Charakter.
Die vier Farben und ihre Themen
Traditionell werden den Farben bestimmte Themenbereiche und Elemente zugeordnet. Je nach Deck und Lesart kann das leicht variieren:
- Stäbe – symbolisch verbunden mit Feuer, Tatkraft, Ideen und Leidenschaft
- Kelche – symbolisch verbunden mit Wasser, Gefühlen, Beziehungen und Intuition
- Schwerter – symbolisch verbunden mit Luft, Gedanken, Klarheit und Entscheidungen
- Münzen (Pentakel) – symbolisch verbunden mit Erde, Alltag, Beruf und Sicherheit
Jede Farbe reicht vom Ass, dem Anfang eines Themas, über die Zahlenkarten bis zu den Hofkarten.
Die Hofkarten: Menschen und Haltungen
Zu jeder Farbe gehören vier Hofkarten: Bube (oder Page), Ritter, Königin und König. Sie werden traditionell auf zwei Arten gelesen:
- Als Personenkarten: Sie können symbolisch für Menschen in deinem Umfeld stehen. Das ist eine überlieferte Deutungsweise, keine feste Aussage über reale Personen.
- Als Haltungen: Sie zeigen, wie du einem Thema begegnen kannst – neugierig wie der Bube, unternehmungslustig wie der Ritter, fürsorglich wie die Königin oder souverän wie der König.
Die zweite Lesart ist für Einsteiger oft hilfreich, weil sie den Blick zurück auf dich selbst richtet.
Wie werden Tarotkarten gedeutet?
Es gibt nicht die eine „richtige“ Deutung. Eine Karte hat mehrere Ebenen: das Bild, die überlieferte Bedeutung, ihre Position in der Legung und das, was sie in dir auslöst. Aus diesem Zusammenspiel entsteht das Gesamtbild.
In der Tradition werden Karten manchmal zusätzlich mit einer Ja-Nein-Tendenz, einer Zeitdeutung oder einer Personenkarte verbunden. Das ist traditionell überliefert und symbolisch gemeint. Es ist keine Prognose und kein Versprechen – sondern ein Angebot, die Karten von verschiedenen Seiten zu betrachten.
Tarot als Spiegel für deine Fragen
Ein schöner Zugang zum Tarot: Du stellst die Karten nicht als Prüfer, sondern als Spiegel vor dich. Statt „Was wird passieren?“ kannst du dich fragen:
- Welche Frage trage ich gerade in mir?
- Was zeigt mir dieses Bild über meine Gefühle?
- Welche Perspektive habe ich bisher noch nicht gesehen?
- Was wäre ein kleiner nächster Schritt auf meinem Weg?
So wird Tarot zu einem Gesprächspartner, der dir Fragen zurückgibt. Gerade bei Themen wie Liebe, Beruf oder seelischen Fragen kann das helfen, Gedanken zu sortieren und Orientierung zu finden.
Die ersten Schritte mit dem Tarot
Wenn du neugierig geworden bist, musst du nicht alles auf einmal lernen:
- Such dir ein Deck, das dich anspricht. Dein Gefühl beim Betrachten der Bilder zählt.
- Beginne mit einer Karte. Ziehe eine Karte und betrachte sie in Ruhe. Was fällt dir zuerst auf?
- Lass die Bedeutung wachsen. Du kannst überlieferte Bedeutungen nachlesen und mit deinem eigenen Eindruck vergleichen.
- Geh in deinem Tempo. Es gibt keinen Zeitdruck und kein Richtig oder Falsch.
Eine Übersicht über viele weitere Begriffe findest du im meacarta Lexikon.
Tarot mit persönlicher Begleitung erleben
Manchmal tut es gut, die Karten nicht allein zu betrachten. Bei meacarta findest du ein Beraterportal für einfühlsames Kartenlegen, Hellsehen und spirituelle Lebensberatung – mit Herz, Intuition und Erfahrung. Das Angebot umfasst Kartenlegen und Tarot ebenso wie Astrologie, Medium und Lebensberatung. Auch Tierkommunikation und Tierberatung gehören dazu.
Du entscheidest, wie du in Kontakt treten möchtest: telefonisch, per E-Mail oder per Nachricht. Ist ein Berater gerade offline, gibt es die Möglichkeit eines Rückrufs. In der Beratersuche kannst du die Berater nach Preis, Bewertungen und Anrufen sortieren. Für Neukunden wird ein Gratisgespräch genannt – die genauen Bedingungen und die Minutenpreise findest du auf der Produktseite.
Wie ein erstes Gespräch aussehen kann, liest du im Beitrag Kartenlegen online: Was dich bei einer ersten Beratung erwartet. Wenn du bereit bist, kannst du direkt als Kunde starten.
Fazit
Tarot ist ein bildreiches System aus Großen und Kleinen Arkana, vier Farben und den Hofkarten. Seine Kraft liegt weniger in festen Antworten als in den Fragen, die es in dir weckt. Wenn du die Karten als Spiegel nutzt, kannst du dir selbst ein Stück näherkommen – in deinem eigenen Tempo und mit offenem Herzen.
Hinweis: Die Deutungen in diesem Beitrag sind traditionell überliefert und symbolisch zu verstehen. Sie ersetzen keine ärztliche, psychologische oder rechtliche Beratung.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Tarot einfach erklärt? Tarot ist ein Kartensystem mit symbolreichen Bildern, das traditionell zum Kartenlegen und zur Selbstreflexion genutzt wird. Die Karten werden symbolisch gedeutet und können dir helfen, deine Fragen aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.
- Was sind Große und Kleine Arkana? Die Großen Arkana umfassen die großen Lebensthemen wie Der Narr, Der Turm oder Die Welt. Die Kleinen Arkana erzählen in vier Farben von alltäglichen Erfahrungen und enthalten Zahlen- und Hofkarten.
- Welche vier Farben gibt es im Tarot? Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen (Pentakel). Traditionell werden ihnen die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde zugeordnet – je nach Deck können die Zuordnungen leicht variieren.
- Was sind Hofkarten im Tarot? Hofkarten sind Bube (Page), Ritter, Königin und König jeder Farbe. Sie werden als Personenkarten oder als Haltungen gedeutet, mit denen du einem Thema begegnen kannst.
- Sagt Tarot die Zukunft voraus? In diesem Lexikon wird Tarot symbolisch und als Spiegel für deine Fragen verstanden. Überlieferte Zusatzdeutungen wie Ja-Nein-Tendenz oder Zeitdeutung sind traditionell überliefert und keine Prognose oder Garantie.
- Kann ich bei meacarta Tarot-Beratung bekommen? Das Angebot von meacarta umfasst Kartenlegen und Tarot. Du kannst Berater telefonisch, per E-Mail oder per Nachricht kontaktieren; bei Beratern, die offline sind, gibt es die Möglichkeit eines Rückrufs.
- Gibt es ein Angebot für Neukunden? Für Neukunden wird ein Gratisgespräch genannt. Die genauen Bedingungen und die Minutenpreise findest du auf der Seite von meacarta.